Ironman Frankfurt

Drei Athletinnen und ein Athlet des LSV Ladenburg starteten am bisher heißesten Tag des Jahres 2019 beim Ironman Frankfurt. Viele Monate Vorbereitung, unzählige Stunden im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen trennten uns vier von der Finishline auf dem Römer.

 

Das Schwimmen

Die Woche vor dem Ironman war so warm, dass sich der See auf mollige 25,2°C aufheizte. Der erfahrene Leser weiß, was das bedeutet: Neo-Verbot. Die 3,8 km mussten also ohne die schützende Schicht bestritten werden. Natürlich ist das kein Problem, jedoch hätte das Schwimmen vielleicht etwas schneller vorbei sein können und das Gefühl ein etwas sichereres. Aber wir wollen uns nicht beschweren: Schließlich war dies der kühlste Teil des Tages.. Kaum aus dem Wasser wurde man bereits von den Fans begrüßt: Vielen Dank an dieser Stelle allen, die uns nicht nur an dem Tag, sondern auch in den Monaten vorher tapfer begleitet haben! Ihr wart klasse.

Das Radfahren

In Frankfurt werden 185 anstelle der üblichen 180 km gefahren. Zwei Runden Sonnenschein pur. In der ersten Runde war es gut möglich, die Leistung abzurufen, die zweite Runde wurde durch die steigende Temperatur und den Wind, der natürlich nicht kühlte, sondern eine zusätzliche Wärmequelle darstellte, erschwert. Allen Plänen zum Trotz konnte Anja ihren Kohlenhydrat- und Salzhaushalt in der Wärme nicht aufrechterhalten, da ihr Körper alles, was ging, schneller loszuwerden versuchte als sie nachfüllen konnte. Sie entschied sich für die einzig richtige, aber verdammt schwere Entscheidung und brach das Rennen ab. Ganz im Gegensatz zu Sarah True, die erst 800 m vor der Finishline keine freie Entscheidung mehr treffen konnte, sondern von den Sanitätern versorgt werden musste. Auch Daniela Bleymehl brach das Rennen mit Magen-Darm ab. Patrick Lange zog es durch, musste sich aber mit den hinteren Rängen zufrieden geben auf dem Weg zwischen Dixie und Laufstrecke.

 

Das Laufen

Im Vorfeld wurde bereits angekündigt, dass die Strecke so verändert wird, dass die Athletinnen und Athleten 700 m mehr im Schatten laufen konnten. Erstmal denkt man, „700 m? Das ist ja nix!“. Im Rennen wusste man jeden einzelnen Meter zu schätzen. Es waren lange 42,2 km, es waren warme 42,2 km. Sie taten weh, wie erwartet, aber der Moment, für zwei von uns das erste Mal, endlich diesen schwarzen Teppich mit dem roten Ironman-Symbol zu betreten und durch den Bogen durchzulaufen, ist großartig. „You are an Ironman!“. Schmerz geht, Stolz bleibt.

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